Als Christ ein Business starten – drei Gründe, warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
7 Min. LesezeitFolge 2
Merle sitzt in einem Unternehmercoaching, mitten im Raum, der Coach ihr gegenüber. Sie ist damals noch festangestellt, in der Beratung in Frankfurt. Die Coachingausbildungen hat sie, den Plan auch – irgendwann. Weit weg.
Dann stellt der Coach seine Fragen.
Willst du erfolgreich sein? Ja. Willst du gut verdienen? Ja. Willst du vielen Menschen helfen? Ja. Willst du Impact haben? Ja.
Dann musst du dich selbstständig machen.
Und da hat es geklickt. Auf dem Weg zur Bahn hinterlässt sie Oli eine Sprachnachricht: Du, ich glaube, hier ändert sich gerade etwas. Ich glaube, ich kündige. Drei Wochen später war sie raus.
Wenn du gerade selbst spürst, dass Gott dir ein Business aufs Herz gelegt hat, dann kennst du wahrscheinlich beide Seiten: die Freude – endlich Menschen helfen, endlich das leben, wofür du brennst – und daneben das Gedankenkarussell. Ist es wirklich schon dran? Kann ich das? Hat Gott mich da wirklich hingerufen?
Deshalb hier drei Gründe, als Christ jetzt mit deinem Business zu starten – und nicht erst in fünf Jahren.
Vorweg: Du hast mehr, als du denkst
Bevor es losgeht, eine Erkenntnis, die vielen fehlt.
Oli hätte früher nie gedacht, dass er sich einmal selbstständig macht. Als es dann so weit war, kam die Überraschung: Eigentlich ist schon ganz viel da. Die Soft Skills. Das Wissen. Die Erfahrung, die sich über Jahre angesammelt hatte, ohne dass sie je nach Vorbereitung aussah.
Wenn Gott dich ruft, dann hat er dir auf deinem Lebensweg längst Dinge mitgegeben, die dir gar nicht bewusst sind. Du kannst mehr, als du glaubst.
Grund 1: Du darfst ein Leben führen, das dich erfüllt
Mit dieser Frage kämpfen erstaunlich viele Christen. Darf ich das überhaupt? Darf mein Leben leicht sein, Freude machen, zu meinen Gaben passen?
Ja. Du darfst.
In der Selbstständigkeit steigen die Chancen dafür enorm. Du musst nicht in einem Job bleiben, der dich leer lässt. Du musst nicht ständig Kompromisse machen bei der Frage, wie viel Zeit für deine Familie bleibt. Du bekommst Freiheiten und Möglichkeiten – und vor allem lebst du das, was Gott in dich hineingelegt hat, statt weiter davon zu träumen.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als das, was Gott in dich gelegt hat, herauszubringen, wachsen zu sehen und dahin zu führen, dass es Frucht bringt.
Stell dir vor, es gäbe ein Thema, für das du sowieso brennst. Und du dürftest den ganzen Tag darüber sprechen. Und es gäbe Menschen, die begeistert zuhören und sagen: Wie gut, dass du das nach draußen bringst.
Genau an dieser Stelle kommt bei vielen der Einwand: Das klingt zu leicht. Darf Arbeit so leicht sein? Muss sie nicht hart und mühsam sein?
Jesus sagt nicht umsonst, dass sein Joch leicht ist (Matthäus 11,30). Es bleibt ein Joch – es bleibt Arbeit. Aber sie darf leicht sein, wenn sie zu dem passt, wofür Gott dich gemacht hat.
Hätte uns jemand vor zehn Jahren gefragt, ob wir uns vorstellen können, auf Zypern zu leben, selbstständig zu sein, uns die Zeit frei einzuteilen und seit Jahren von keinem Wecker mehr geweckt zu werden – wir hätten gesagt: Klingt schön, kann ich mir nicht vorstellen. Merle hat sich immer gewünscht, am Meer zu leben. Gott wusste das. Heute steht das Haus da.
Lass dich davon ein wenig dehnen. Was auch immer dein Traum ist – er fängt mit einer Entscheidung an: Ich darf ein Leben führen, das mich erfüllt.
Grund 2: Du wirst gebraucht – und zwar jetzt
Der zweite Grund hat nichts mehr mit dir zu tun.
Es gibt Menschen, die warten darauf, dass du dich endlich zeigst. Die mit einem Problem dasitzen, das du lösen kannst. Für sie ist deine Selbstständigkeit nicht ganz nett – für sie ist sie deine Pflicht.
Denn Gott hat Fähigkeiten in dich gelegt, mit denen du bei Menschen Ergebnisse erzielst, die andere so nicht erzielen. Vielleicht ist dir das noch gar nicht bewusst. Vielleicht hältst du bestimmte Erfahrungen für einfach deine Lebensgeschichte – dabei sitzen da draußen Menschen in genau derselben Situation, die es allein nicht schaffen.
Jeder Mensch braucht irgendwann jemanden, der ihn an die Hand nimmt und ein Stück durchträgt. Jeder gute Coach hat selbst einen.
Der häufigste Einwand lautet: Es gibt doch schon andere, die das machen. Stimmt. Und für einen Guten ist immer Platz. Wenn Gott dich mit diesem Thema nach draußen ruft, dann ist es nicht vergeben, weil jemand anders schneller war.
Wir haben das selbst erlebt. Als wir zum Glauben kamen, hat es gedauert, bis wir verstanden haben, dass wir unsere alte Zielgruppe loslassen dürfen. Irgendwann kam die klare Ansage: altes Business zu, neues Business auf. Und als wir uns dann als christliche Coaches für eine christliche Zielgruppe gezeigt haben, war es, als hätten wir Wasser in die Wüste getragen. Das Feedback war überwältigend: Endlich seid ihr da. Wie eine Gebetserhörung – so viele Menschen hatten darauf gewartet, dass es christliche Business-Coaches gibt, mit denen man arbeiten kann.
Genau das wirst du auch erleben. Menschen werden sagen: Ich habe so lange auf jemanden wie dich gewartet. Und du kannst diese Wartezeit verkürzen. Indem du sichtbar wirst. Und damit wählbar.
Übrigens gehört zum Sichtbarwerden auch, dass du deine Arbeit angemessen bepreist – wir haben aufgeschrieben, wie du als Coach zu deinem Preis kommst.
Grund 3: Wenn der Höchste ruft, folgst du
Der dritte Grund ist der eigentliche.
Wenn Gott dich ruft, ein Business zu starten, dann ist das keine Option, über die man in fünf Jahren noch einmal nachdenkt. Wir dienen ihm, nicht andersherum.
Das Erstaunliche daran: Eigentlich bräuchte er dich nicht. Er hat das Universum gemacht, er hat die Sterne aufgehängt. Er braucht dich nicht – aber er will dich. Der Herr möchte gemeinsam mit dir an seinem Reich arbeiten.
Und dann kommt der Mensch mit seinen Gedanken. Ich habe Angst. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Völlig normal, ehrlich gesagt. Es wartet etwas Unbekanntes, außerhalb der Komfortzone – da hat jeder erst einmal Angst. Sagen zu können ich habe Angst, check, ich bin ein Mensch ist schon die halbe Miete.
Aber schau, was dahintersteht: Gott hat gute Pläne. Wenn er sagt, bau mir ein Business, dann ist dieses Business keine Arche, die untergeht. Es hat eine Aufgabe, und es ist auf Erfolg angelegt. Das heißt nicht, dass alles Sonnenschein wird – herausfordernde Situationen gehören dazu.
Und noch etwas: Ihm geht es dabei nicht primär darum, dass du Millionen verdienst. Für den, der die Sterne gemacht hat, wären ein paar Millionen auf deinem Konto kein Problem. Ihm geht es um dein Herz. Um das Potenzial, das er in dich gelegt hat. Und darum, dass du ihn auf einem neuen Feld noch einmal ganz anders kennenlernst – so wie man sich in einer Beziehung gerade in den herausfordernden Zeiten wirklich kennenlernt.
Die Frage, die du dir stellst, ist die falsche
Zum Schluss der Perspektivwechsel, um den es eigentlich geht.
Die meisten fragen: Ist es jetzt dran? Kann ich das schon? Bin ich reif genug? Alle drei Fragen schauen auf dich – auf deine Sorgen, deine Zweifel, deine Lücken.
Dreh sie um. Gott ruft, also bin ich bereit. Und dann wird aus der Frage eine Bitte:
Herr, du rufst mich, ich folge dir. Jetzt rüste mich bitte weiter aus. Schenk mir Weisheit. Schenk mir Mut. Befrei mich von Ängsten. Führ mich in ein Umfeld, in dem Menschen sind, die Ähnliches auf dem Herzen haben. Schenk mir das Know-how.
Denn meistens ist es nicht das Fachthema, das fehlt. Darin bist du fit, sonst würdest du nicht damit hinausgehen wollen. Was fehlt, ist das Business-Know-how. Und das ist erlernbar. Es gibt geborene Unternehmer und geborene Verkäufer – aber Unternehmertum ist nichts, was man hat oder nicht hat. Es sind Prinzipien, die sich lernen lassen, und die Praxis ist die beste Schule.
Ein letzter Tipp dazu, der viel verändert: Bitte nicht darum, dass schwierige Situationen verschwinden. Wir neigen dazu – Herr, nimm mir das weg. Bitte lieber darum, dass dir die Fähigkeiten, der Mut, die Weisheit oder das Know-how geschenkt werden, um sie zu meistern. Denn dann kommst du gestärkt heraus, mit neuen Skills, und beim nächsten Mal hast du das alles schon.
Wenn du unsicher bist, ob dieser Ruf wirklich von Gott kommt oder aus deinem eigenen Wunschdenken: Wie du das unterscheidest, haben wir hier beschrieben. Und wenn es gerade zäh ist und du dich fragst, ob das eine geschlossene Tür ist, lohnt sich dieser Artikel.
Für alles andere gilt: Such dir ein Umfeld, das dich trägt. Genau dafür gibt es die DIVINE Business Community – für Menschen, die diesen Herzschlag bekommen haben. Ob du schon losgegangen bist oder erst ein Gespür hast, spielt keine Rolle.
Es ist immer wieder das Schönste, dabei zuzusehen, wie so ein Business-Baby auf die Welt kommt und deutlich wird, was Gott damit vorhat.
Häufige Fragen
Woher weiß ich, ob ich schon bereit bin für die Selbstständigkeit?
Die Frage führt in die Irre. Wenn Gott dich ruft, bist du bereit – er rüstet unterwegs aus. Bitte deshalb nicht um Bereitschaft, sondern um Weisheit, Mut und das fehlende Know-how.
Muss ich vorher jahrelang Erfahrung sammeln?
Du hast in der Regel viel mehr mitbekommen, als dir bewusst ist. Business-Know-how ist ein Handwerk, das sich lernen lässt – am besten in der Praxis.
Darf ein Christ ein Leben führen, das leicht und erfüllend ist?
Ja. Jesus sagt selbst, dass sein Joch leicht ist. Es bleibt Arbeit – aber sie darf zu dem passen, wofür Gott dich gemacht hat.
Du willst diesen Weg nicht allein gehen?
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