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Berufung & Gott als CEO

Gott als CEO – was das konkret für dein Business bedeutet

9 Min. LesezeitFolge 19

Die Welt hat eine sehr klare Antwort auf die Frage, wofür ein Business da ist: Umsatz. Erfolg. Geld. Ein Unternehmen existiert, um viel zu verdienen – und ehrlich gesagt gehen die allermeisten Unternehmer genau so an die Sache heran.

Dagegen ist erst einmal wenig zu sagen. Weltlich erfolgreich zu sein ist in Ordnung, gut zu verdienen auch. Nur: Mitnehmen kannst du davon nichts. In dem kurzen Abschnitt, den wir hier haben, lassen sich Reichtümer ansammeln – und am Ende ist es, als hätte man versucht, den Wind einzufangen.

Deshalb lohnt die andere Frage: Was heißt es eigentlich, ein Business mit Gott als CEO zu führen? Wie sieht die Rollenverteilung aus – und was ändert sich dadurch an einem ganz normalen Dienstagvormittag?

Kurz zum Geld, damit das nicht schief losgeht

Bevor wir in die Rollen gehen, ein Wort dazu, weil dieses Thema sonst alles überlagert.

Wir sprechen nicht gegen Wohlstand. Wir sprechen auch nicht dafür, die Finger vom Geld zu lassen. Geld ist eine neutrale Ressource, die Gott schenkt – und zwar mit einer Absicht. Jede Gemeinde, die gestartet wird, jede Missionsreise, die stattfindet, braucht Finanzen. Wer an Gottes Reich bauen will, braucht Geld.

Gefährlich ist nicht das Geld, sondern die Liebe dazu. Wer Geld über Gott stellt, betreibt Götzendienst – und im Unternehmertum passiert das schneller als in einer Festanstellung, weil dort klar ist, wann welche Summe kommt, und hier eben nicht. Ausführlicher haben wir das in einem eigenen Artikel aufgeschrieben.

Was ein CEO tut – und was das über Gott sagt

CEO steht für Chief Executive Officer, den obersten Geschäftsführer. Er ist die höchste Führungskraft im Unternehmen und führt die anderen Führungskräfte – nicht das operative Tagesgeschäft.

Seine Aufgaben:

  • Er definiert Vision und Mission. Er sagt, in welche Richtung es geht.
  • Er führt das Unternehmen durch Veränderungs- und Wachstumsprozesse.
  • Er verantwortet die finanzielle Leitung: Investitionen, Expansion, Risiko. Wo fließt Geld hin, wo nicht.
  • Er stellt die Ressourcen zur Verfügung.

Übertrage das einmal.

Gott hat einen Plan mit deinem Business. Du bist nicht zufällig selbstständig, und du hast dir diesen Ruf nicht ausgedacht. Dein CEO war vor dir da. Er hat vorbereitet, er hat dich zugerüstet, und er wird das gute Werk, das er begonnen hat, auch vollenden (Philipper 1,6). Das gilt auch dann, wenn es ganz profan wird – bei dir, in deinem Business, an diesem Dienstag.

Wenn du noch davor stehst und überlegst, ob du überhaupt starten sollst: Auch dahin hat er dich schon geführt. Warum wir davon so überzeugt sind, steht hier.

Deine Rolle: der COO

Wenn Gott der CEO ist, dann gibt es im selben Bild eine zweite Rolle für dich – und sie ist großartig.

COO steht für Chief Operating Officer, den obersten Manager aller operativen Geschäfte. Er untersteht direkt dem CEO und ist dessen rechte Hand. Der Businessplan kommt vom CEO; ihn umzusetzen ist Sache des COO.

Du bist die rechte Hand Gottes, und du darfst hier auf der Welt wirken.

Wie breit dieses Feld ist, weißt du selbst: Angebot entwickeln, aufnehmen, didaktisch ausarbeiten. Produzieren – Videos, PDFs, Workbooks. Sichtbar werden, Content gestalten, Marketing machen, verkaufen. Später Team aufbauen. Ein bunter Blumenstrauß.

Sei ein A-Mitarbeiter

In der Unternehmensführung gibt es die Einteilung in A-, B- und C-Mitarbeiter.

A-Mitarbeiter sind Traummitarbeiter: hervorragende Expertise, tolles Know-how, und charakterlich passen sie zur Kultur des Hauses. Sie ergreifen Initiative. Man muss ihnen nicht hinterherlaufen und schauen, ob sie sich schon wieder in der Kaffeeküche verquatscht haben.

B-Mitarbeiter machen Dienst nach Vorschrift. Von neun bis siebzehn Uhr, Job erledigt, alles korrekt – aber nie initiativ, nie selbstständig.

C-Mitarbeiter bremsen. Man muss ihnen alles erklären, und am Ende machen sie mehr Arbeit, als sie abnehmen.

Ein wichtiger Zusatz, damit daraus keine Bewertung von Menschen wird: A-Mitarbeiter heißt nicht besserer Mensch. Es heißt, dass jemand auf dieser Stelle sein Potenzial voll ausleben kann. Derselbe Mensch kann auf einer anderen Position ein C-Mitarbeiter sein – nicht, weil er schlechter wäre, sondern weil es nicht passt. Wenn du irgendwann einstellst, lohnt es sich, das im Kopf zu behalten.

Und für dich selbst: Für Gott wollen wir A-Mitarbeiter sein. Am richtigen Ort, mit der richtigen Aufgabe, mit Herz und Initiative.

Das Paradoxon: Eigenverantwortung und Gottes Wille

Und dann kommt die Frage, an der sich viele festbeißen. Wenn Gott alles lenkt – bin ich dann noch verantwortlich? Soll ich warten oder handeln? Ich muss doch mit dem Finanzamt reden und ein Bankkonto eröffnen.

Ein Paradoxon ist eine scheinbar unsinnige Behauptung, die bei genauerem Hinsehen auf eine höhere Wahrheit verweist. Ziemlich typisch Gott, übrigens: Im Alltag steht man mit lauter Fragezeichen da, und wenn man sich ihm vertrauensvoll übergibt, versteht man plötzlich, wie er es gemeint hat.

Hier löst es sich so auf: Ihr arbeitet im Team, und jeder hat klare Aufgaben.

Stell dir ein gutes Meeting mit deinem Chef vor. Du würdest ihm nie erklären, wie er seine Sache zu regeln hat. Und umgekehrt würde ein guter Chef nicht sagen: Ach, du bist überfordert, ich setz mich mal eben an den Rechner. Nein – er führt dich so hindurch, dass du es selbst hinbekommst.

Gott lenkt, schenkt und bestimmt. Und gleichzeitig bist du aufgefordert, kreativ, initiativ und lebendig umzusetzen.

Daraus folgt ein sehr praktischer Tipp: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Das größte Stresspotenzial im Unternehmertum entsteht, wenn wir uns Verantwortung aufladen, die eigentlich in Gottes Hand liegt. Wir müssten jetzt genau wissen, wie der Hase läuft. Wie die Finanzen in fünf Jahren aussehen. Das erzeugt Sorgen, und es gehört gar nicht auf deinen Schreibtisch, sondern auf den deines Chefs.

Als Selbstständiger hilft ein bisschen Abteilungsdenken: Für das Finanzamt bin ich selbstständig – tatsächlich arbeite ich im Unternehmen Gottes, und zwar unter ihm.

Wie cool das eigentlich ist, geht dabei leicht unter. Du arbeitest im Team mit Gott. Ganz am Anfang der Bibel läuft er mit den Menschen durch den Garten Eden – das war von vornherein die Idee. Nicht ich bin gerettet, ich sitze meine Jahre ab und dann Ewigkeit, sondern gemeinsam unterwegs.

Drei Dinge, die das im Alltag konkret machen

1. Gott ist Chef, und sein Wille geschieht

So simpel und so herausfordernd.

Dein Business ist nicht dein Business. Es ist keine Ego-Show. Es geht nicht darum, wie viele Medaillen du sammelst, wie erfolgreich du wirkst, in wie vielen Sendungen du sitzt.

Wir sagen das in aller Liebe und in aller Klarheit: Du bist nicht hier, um reich, beliebt und sympathisch zu sein. Du bist hier, um Seelen zu retten. Das ist Gottes Herzschlag – er will Gemeinschaft mit seinen Menschen, er will, dass alle wieder zu ihm finden.

Der ganze Bogen der Bibel handelt davon. Wir wurden im Garten Eden geschaffen, die Schlange kam, wir haben gegen Gott gesündigt und mussten hinaus. Und die gesamte übrige Geschichte dreht sich um die Frage, wie Gott diesen Zustand wiederherstellt. Der Plan heißt Jesus: Er ist ans Kreuz gegangen, für unsere Sünden gestorben, damit wir zurückdürfen.

Das Schöne daran: Auf diesem Weg passiert trotzdem so viel, was dir Freude macht und dich erfüllt. Nur ist es nicht der Zweck.

Und du merkst sofort, wie viele Fragen dadurch nach hinten rutschen. Wie komme ich über den nächsten Monat? Wie bekomme ich mehr Reichweite? Wichtige Fragen – aber eben Frage drei, vier und fünf.

2. Halt den Blick auf der Vision: Dein Business ist ein Vehikel

Der zweite Punkt hält dich auf Flughöhe, damit du nicht im Klein-Klein aus Zahlen und Aufgaben versinkst.

Dein Business ist ein Vehikel. Ein Gefäß, durch das Gott seinen Willen umsetzt. Du stellst dich und dein Unternehmen zur Verfügung.

Natürlich geht es um ein Thema – Erziehung, Gesundheit, Business, Seelsorge, was auch immer deine Positionierung ist. Entscheidend ist, dass dieses Thema die Gelegenheit schafft, dass das Eigentliche passieren kann: dass Herzen zu Jesus geführt werden. Neu, weil sie ihn nicht kennen. Zurück, weil sie sich entfernt haben. Oder wieder brennend, weil sie eingeschlafen sind.

Ein Beispiel, das das greifbar macht: Angenommen, du bringst Müttern bei, wie sie Streitsituationen mit ihren Kindern gelassener lösen. Dann wirst du ihnen zwangsläufig Gottes Weisheit mitgeben – anders lassen sich solche Konflikte nämlich gar nicht lösen. Und darüber kommen sie mit Gottes Liebe in Berührung und werden in eine tiefere Beziehung geführt. Über den Umweg ich möchte besser mit meinen Kindern klarkommen.

Das ist das Prinzip. Für etwas anderes ist ein Business nicht gut – jedenfalls nicht für den, der es mit Gott führt. Man kann natürlich auch Socken verkaufen. Ob das dem Heilsplan dient, ist eine andere Frage. Ausschließen wollen wir es nicht; Gott kann alles.

3. Halte regelmäßige Meetings mit dem Chef

Der dritte Punkt ist der, an dem es meistens hakt.

Es soll kein Jahresgespräch sein. Hallo Frau Schmidt, wir setzen uns einmal im Jahr zusammen, ich erzähle Ihnen, was ich vorhabe, und dann sehen wir uns nach zwölf Monaten wieder.

Regelmäßig ins Gebet. Regelmäßig in die Bibel. Intensiv danach streben, seinen Willen zu erfahren. Und das darf Priorität Nummer eins in deinem Business sein – nicht der Umsatz, nicht die Zahl der Kunden.

Denk noch einmal an den A-Mitarbeiter. Wenn er nicht weiterweiß, spielt er nicht Solitär. Er geht zum Chef: Ich habe meine Aufgaben erledigt, wie geht es weiter? Sag mir noch mal die Vision. Was setzen wir gemeinsam um?

Genau so darfst du kommen: Chef, ich habe verstanden, was du willst, ich will dir treu bleiben – aber ich hänge gerade. Hast du einen Vers für mich? Einen Impuls? Ein biblisches Prinzip, das ich auf mein Business übertragen kann?

Ein guter Anfang ist, die Bibel einmal komplett zu lesen, am besten nach einem chronologischen Leseplan. Dann verstehst du den ganzen Heilsplan – und wenn du einen Auftrag bekommst, verstehst du auch, wozu er dient und wie es weitergeht. Damit du nicht nur eine kleine Aufgabe erledigst und dann ratlos dastehst.

Wenn du dabei unsicher bist, ob ein Impuls wirklich von ihm kommt oder aus deinem eigenen Kopf: Genau darum geht es bei der Geistesunterscheidung.

Und beten würden wir an deiner Stelle so anfangen: Herr, befrei mich von meinem Unglauben. Von diesem kleinen Glauben, dass das nicht möglich wäre. Lass dein Herz von ihm formen. Da hängt oft mehr, als uns lieb ist – Lügen, Stolz, alte Geschichten.

Wer an dieser Stelle denkt, sein Herz sei rein und Demut sei bei ihm kein Thema: Genau das wäre ein guter Grund, noch einmal genauer hinzusehen. Wir sagen das unter Freunden.

Und jetzt?

Gott ist der Chef. Er setzt die Richtung, er stellt die Mittel, er trägt die Verantwortung für das große Ganze. Du bist sein COO – seine rechte Hand, die hier auf der Welt umsetzt, mit Initiative und Exzellenz.

Selbstständigkeit kommt übrigens nirgendwo an. Es gibt kein Ziel, an dem alles fertig ist. Es ist ein Spiel, das weitergeht. Auf diesem Weg wirst du geprüft, du wirst geschliffen, und du wirst erhöht. Es ist eine Reise, auf die du dich freuen darfst – im Team mit ihm.

Und wenn du dabei nicht allein sein willst: In der DIVINE Business Community findest du andere christliche Unternehmer, die genau daran arbeiten.

Häufige Fragen

Was bedeutet es, Gott als CEO zu haben?

Er ist der Chef: Er setzt Vision und Mission, verantwortet die Richtung und stellt die Ressourcen. Du bist sein COO – du setzt um, was er vorgibt, mit Initiative und Exzellenz.

Widerspricht das nicht meiner Eigenverantwortung?

Nein. Ihr arbeitet im Team, und jeder hat klare Aufgaben. Gott lenkt und bestimmt, du setzt kreativ und initiativ um. Stress entsteht erst, wenn du seine Aufgaben auf deinen Schreibtisch ziehst.

Wofür ist ein christliches Business eigentlich da?

Es ist ein Vehikel. Durch dein Thema entsteht die Gelegenheit, dass Menschen Gottes Weisheit begegnen und näher zu Jesus geführt werden – neu, zurück oder wieder brennend.

Du willst diesen Weg nicht allein gehen?

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